Oliver Kampmeier
Cybersecurity Content Specialist
Heute werfen wir einen Blick auf einen Monat-für-Monat-Kampagnenvergleich. Über zwei Monate hinweg haben wir zentrale Kennzahlen einer programmatischen Kampagne verfolgt, um zu sehen, wie sich diese vor und nach dem ersten Optimierungsschritt verändert haben. Die Ergebnisse zeigen deutliche Fortschritte in einigen Bereichen, während andere weiterhin Potenzial für Verbesserungen bieten.
Im ersten Monat waren 11,3 % der Impressions ungültig. Durch Optimierung sank dieser Wert einen Monat später auf 2,78 % und damit um 75 %.
Das zeigt, bereits kleine Anpassungen können eine große Wirkung haben. Jetzt gilt es, die Kampagne weiter zu verfeinern, um die Rate ungültiger Impressions noch weiter zu senken. Das ist jedoch ein Prozess, der Zeit braucht.
Im ersten Monat lag die Viewability Rate bei nur 39 %, was bedeutete, dass mehr als 60 % der Anzeigen nie wirklich gesehen wurden. Hier bestand dringender Handlungsbedarf.
Bis zum zweiten Monat konnte dieser Wert auf 56 % gesteigert werden, ein wichtiger Fortschritt. Jetzt waren mehr Anzeigen sichtbar. Aber ein neues Thema rückte in den Mittelpunkt: MFA-Seiten. Schauen wir uns das mal an im nächsten Schritt.
Made for Advertising (MFA) Seiten setzen auf viele Werbeslots statt hochwertiger Inhalte (Hier findest du einen Artikel über MFA Seiten, falls du mehr über das Thema wissen willst).
Im ersten Monat entfielen 26 % der Impressions auf MFA Seiten. Im zweiten Monat stieg dieser Wert auf 35 %. Doch ist das wirklich ein Problem?
Nicht alle MFA Seiten sind per se schlecht. Während viele als minderwertig gelten, ziehen einige durchaus echte Nutzer an und generieren Engagement. Die Einstufung erfolgt in der Regel anhand der Anzahl an Werbeplätzen pro Seite, wodurch sogar Premium Publisher in diese Kategorie fallen können.
Anstatt MFA Seiten pauschal zu blockieren, sollten Werbetreibende genau analysieren, ob der generierte Traffic echten Mehrwert liefert oder nur das Budget belastet. Für manche Kampagnen kann es auch sinnvoll sein, Inclusion Listen zu nutzen, um nur auf den gewünschten Webseiten zu werben.
Das Geo Targeting funktionierte fast fehlerfrei, da nahezu 100 % der Impressions in Deutschland ausgespielt wurden. Hier ist keine weitere Optimierung notwendig!
Bis zum zweiten Monat wurde die Anzahl der genutzten Supply-Side-Plattformen (SSPs) auf 74 Stück reduziert, eine gezielte Verbesserung um 17,5 %. Dennoch lieferten einige SSPs weiterhin über 50% ungültige Impressions, in Einzelfällen sogar bis zu 100% IVT.
Die Kampagne beweist, dass weniger oft mehr ist. Durch eine sorgfältige Auswahl hochwertiger SSPs lässt sich nicht nur Ad Fraud minimieren, sondern auch die Kampagnen Effizienz spürbar steigern.
Diese Kampagne zeigt, dass Optimierung ein dynamischer Prozess ist, bei dem jede Verbesserung neue Stellschrauben eröffnet. Der Rückgang ungültiger Impressions um 75 Prozent und die Steigerung der Viewability um 44 Prozent waren klare Erfolge, die jedoch gleichzeitig den Fokus auf neue Herausforderungen wie den Anstieg der MFA Impressionen lenkten.
Gleichzeitig führte die Reduzierung der genutzten SSPs zu einer besseren Performance und unterstreicht, dass Qualität wichtiger ist als Quantität. Optimierung ist kein einmaliger Schritt, sondern ein kontinuierlicher Anpassungsprozess. Wer datenbasiert und flexibel bleibt, stellt langfristig den maximalen Kampagnenerfolg sicher.
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