Marketing im KI-Zeitalter: KI-Agenten & automatisierte Kunden

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Oliver Kampmeier

Cybersecurity Content Specialist

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Marketing im KI-Zeitalter: KI-Agenten & automatisierte Kunden im Blick Im Jahr 2025 ist dein nächster Kunde vielleicht gar kein Mensch mehr. KI-Agenten können in unserem Namen Reisen buchen, Produkte kaufen und Entscheidungen treffen. Das Ganze sogar schneller und rationaler, als wir es je könnten.

Für Nutzer sind KI-Agenten ein großer Vorteil, da sie Komfort und Effizienz bieten. Doch was bedeutet diese für Marketer? KI-Agenten sind weder klassische Bots noch menschliche Nutzer. Wie müssen sich Unternehmen also anpassen? Werfen wir einen Blick darauf.

Eine neue Nutzergruppe: KI-Agenten

Bisher gab es zwei Haupttypen von Website-Besuchern, Menschen und Bots. Wobei Bots im Allgemeinen als unerwünscht galten, mit Ausnahme der nützlichen wie Suchmaschinen-Crawler. Doch das ändert sich. KI Agenten sind zu echten Entscheidungsträgern in der Customer Journey geworden. KI-Agenten haben sich zu legitimen Entscheidungsträgern in der Customer Journey entwickelt, die im Namen von Menschen handeln, um Einkäufe zu tätigen oder Informationen zu finden. Unternehmen müssen diese KI-Agenten nun als maschinelle Kunden und nicht nur als Bots behandeln.

Website Optimierung: Ausbau für Menschen & Maschinen

Suchmaschinenoptimierung (SEO), ist bisher ein Eckpfeiler der Online-Sichtbarkeit. Doch der Aufstieg von KI-Agenten markiert den Beginn einer möglichen Verlagerung von SEO zur KI-Interaktionsoptimierung (AIO), einem neuen Ansatz, der sicherstellt, dass Ihre Inhalte sichtbar und für KI-Agenten wie ChatGPT, Siri und Alexa zugänglich sind. Während SEO weiterhin essentiell bleibt, geht AIO noch einen Schritt weiter. Es konzentriert sich darauf, wie KI Tools Inhalte verarbeiten und interpretieren.

Diese Entwicklung gilt es im Blick zu behalten: Gartner prognostiziert, dass bis 2026 generative KI und KI-Agenten zu einem Rückgang des traditionellen Suchmaschinen Traffics um 25 % führen werden, da Nutzer ihre Antworten direkt erhalten, ohne auf Websites zu klicken.

Damit Unternehmen in dieser neuen Ära sichtbar bleiben, müssen sie ihre Websites gezielt für KI-Agenten optimieren. Entscheidend sind Ladegeschwindigkeit, Struktur und Zugänglichkeit. Im Gegensatz zu Menschen legen KI-Agenten mehr Wert auf Maschinenlesbarkeit als auf visuelle Gestaltung. Entscheidend ist, wie schnell und klar sie Informationen extrahieren können. Strukturierte Daten (wie Schema.org Markup), APIs und maschinenlesbare Formate sind der Schlüssel, um Ihre Inhalte in KI-gesteuerten Ergebnissen und Empfehlungen sichtbar zu machen.

In der Praxis kann dies dazu führen, dass sich der Schwerpunkt bspw. für E-Commerce-Websites von traditionellen A/B-Tests wie Buttonfarben oder Layoutänderungen wegbewegt. Stattdessen wird die Priorität auf saubere, gut strukturierte Daten gelegt, die KI-Systeme effizient verarbeiten können.

Preisgestaltung: Transparenz schlägt Marke

KI-Agenten sind hyper-rationale Käufer. Im Gegensatz zu menschlichen Konsumenten, die emotionale oder impulsive Kaufentscheidungen treffen, bewerten KI-Agenten objektive Faktoren wie Preis, Spezifikationen, Verfügbarkeit und Bewertungen. Nicht emotionale Verbindungen oder Markentreue. In dieser neuen Landschaft können Preiserhöhungen oder unklare Angebote schnell von KI-Agenten abgestraft werden.

Wandel im Marketing: Menschen ansprechen, Agenten beeinflussen

KI Agenten interagieren nicht mit traditionellen Werbeanzeigen wie Menschen. Stattdessen muss Marketing darauf abzielen, den menschlichen Konsumenten zu beeinflussen, bevor er eine Aufgabe an einen KI-Agenten delegiert. Upper-Funnel-Marketing zielgerichtet für Menschen ist nach wie vor unverzichtbar. Nicht nur, um Markenbewusstsein zu schaffen, sondern auch, um Interesse zu wecken, die Nachfrage zu steigern und zu beeinflussen, wonach die Verbraucher ihre KI-Agenten überhaupt erst fragen. Wenn du das Bedürfnis nicht mitgestaltet, bist du nicht Teil des Prompts.

Gleichzeitig müssen deine Inhalte die KI-Agenten in der Phase der Informationssuche und Evaluation unterstützen. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit. Dies ist für viele Verbraucher eine wachsende Priorität. Wenn ein KI-Agent die Aufgabe hat, nachhaltige und umweltfreundliche Produkte zu finden, lässt er wahrscheinlich Marken aus, die ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nicht klar und verständlich kommunizieren. Das bedeutet, dass deine Werte, wie z. B. Nachhaltigkeit, in deine Inhalte integriert sein müssen, sodass KI-Systeme sie verstehen und verarbeiten können. Andernfalls riskierst du, aussortiert zu werden, bevor du überhaupt im Rennen warst.

Aus einer anderen Marketingperspektive betrachtet, eröffnet dieser Wandel auch neue Werbemodelle, die sich auf eine direkte Beeinflussung von KI-Agenten konzentrieren und es Unternehmen ermöglichen, für KI-Empfehlungen zu bieten. OpenAI hat zum Beispiel bereits öffentlich erklärt, dass es langfristig Monetarisierungsmöglichkeiten erforscht. Dazu könnten gezielte Empfehlungen gehören, die die Nutzer aber eindeutig als Werbung erkennen können.

Anpassung an KI-geprägtes Marketing: Vorbereitungen für die Zukunft

Da KI-Agenten weiterhin die Art und Weise verändern, wie Verbraucher Entscheidungen treffen, müssen Marketer ihre Strategien weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Verschiebung von rein mensch-zentrierten zu auch KI zentrierten Interaktionen erfordert ein Umdenken in mehreren Bereichen. Von der Gestaltung von Websites über die Optimierung von Inhalten für KI-Tools bis hin zur Beeinflussung von Kaufentscheidungen und der Anpassung von Werbemodellen. Die Zukunft des Marketings besteht nicht nur darin, menschliche Nutzer anzusprechen, sondern auch sicherzustellen, dass KI-Agenten Ihre Marke verstehen, ihr vertrauen und sie im richtigen Moment empfehlen können.

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