Die größten Mythen über Anzeigenbetrug

Inhaltsverzeichnis

Die Wahrheit ist: Wenn Sie jemals digitale Werbung im Internet betrieben haben, sind Sie in der einen oder anderen Form Opfer von Anzeigenbetrug geworden.

 

Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihre Konkurrenten manuell auf Ihre Anzeigen klicken, um Ihr Werbebudget abzuschöpfen, oder ob Ihre Anzeigen tausende Male von automatisierten Bots angeklickt werden, um die Taschen von Betrügern zu füllen.

 

Ebenso wenig spielt es eine Rolle, in welcher Branche Sie tätig sind, wie hoch Ihr Werbebudget ist oder welche Werbeplattform Sie nutzen.

 

In diesem Artikel gehen wir auf die gängigsten Mythen rund um Werbebetrug ein und erklären Ihnen, warum diese Mythen einfach nicht wahr sind und jedes Unternehmen davon betroffen ist.

Mythos Nr. 1: Der Bot-Traffic im Internet ist unbedeutend und nimmt ab

Obwohl die genaue Zahl des Bot-Traffics sehr schwer zu messen ist, wird geschätzt, dass zwischen 40 und 60 % des gesamten Internet-Traffics von Bots stammt. Unsere eigenen Daten zeigen, dass der Anteil des Bot- und minderwertigen Traffics branchenübergreifend bei 57 % liegt. Aber Sie müssen uns nicht beim Wort nehmen. Schauen Sie sich einfach mehrere andere Reports aus der Branche an:

 

 

Diese Zahlen sind an sich schon erschreckend, aber ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Der Bot-Traffic nimmt nicht ab, ganz im Gegenteil: Allein im Jahr 2020 ist sein Anteil am gesamten Datenverkehr im Internet um fast 10 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

 

Doch wie groß sind die Auswirkungen von Bot Traffic, Anzeigenbetrug und gefälschten Klicks wirklich? Gute Frage! Juniper Research hat kürzlich einen neuen Report veröffentlicht, der schätzt, dass allein im Jahr 2022 68 Milliarden Dollar der gesamten digitalen Werbeausgaben durch Betrug verloren gehen werden. Das ist ein Anstieg von 8,4 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2021!

Mythos Nr. 2: In meiner Branche gibt es keinen Anzeigenbetrug

Je nach Branche können die Betrugsraten bei Anzeigen sehr unterschiedlich sein. Wir haben besonders viele betrügerische Klicks auf Anzeigen im Bereich der lokalen Dienstleistungen festgestellt. Das bedeutet, dass Handwerker, Klempner, Schlüsseldienste und Fotografen besonders betroffen sind. In einigen Fällen waren weit über 50 % aller Klicks auf ihre Anzeigen ungültig. Die niedrigsten Werte beobachteten wir im Bereich des Einzelhandels mit rund 12 % gefälschter Klicks.

 

Der extreme Unterschied zwischen den Branchen ist mit Sicherheit auf den Wettbewerb zurückzuführen. Vor allem in Großstädten ist der Wettbewerb um lokale Dienstleistungen sehr hart. Es ist daher nicht allzu überraschend, dass die Wettbewerber zu immer extremeren Mitteln greifen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. So werden automatisierte Bots eingesetzt, um die Anzeigen der Konkurrenten anzuklicken, um deren tägliches Werbebudget abzuschöpfen, damit Interessenten in Suchmaschinen nur noch die eigenen Anzeigen sehen.

 

Was Sie auf jeden Fall verstehen müssen: Keine Branche ist sicher vor Werbebetrug! Jeder Werbetreibende und jede Werbekampagne ist von Anzeigenbetrug betroffen.

Mythos Nr. 3: Mein Werbebudget ist gering, Betrüger kümmern sich nicht darum

Machen wir uns nichts vor: Betrügern ist es egal, wie hoch Ihr Werbebudget ist. Sobald Sie mit der Anzeigenschaltung beginnen, werden Sie ein Opfer von Anzeigenbetrug. Die Frage ist nur, wie viel Geld Sie verlieren werden.

 

Vor allem kleine Unternehmen können nicht viel von Markenkampagnen profitieren, sondern müssen in den meisten Fällen auf wettbewerbsintensivere Suchbegriffe bieten, die durchaus mehrere Euro pro Klick kosten können. Aber selbst wenn Sie Anzeigen für weniger wettbewerbsfähige Suchbegriffe schalten, die nur ein paar Cent pro Klick kosten – wenn Bots anfangen, automatisch Tausende von Klicks auf Ihre Anzeigen zu tätigen, werden Sie letztendlich auch Tausende von Euro verlieren.

 

Wenn Sie ein niedriges tägliches Werbebudget festgelegt haben, wird auch Ihre Reichweite sehr gering sein, da das Budget bereits in den frühen Morgenstunden aufgebraucht ist. So verlieren Sie nicht nur Geld durch gefälschte Klicks, Ihre Anzeigen werden auch nur von einem Bruchteil Ihrer potenziellen Zielgruppe gesehen und Sie werden damit keinen Erfolg erzielen können.

Mythos Nr. 4: Ich führe nur Cost-per-Lead-Kampagnen durch, also bin ich geschützt

Wenn Sie eine Cost-per-Lead-Kampagne (CPL) durchführen oder Ihre Kampagnen für Conversions optimieren, werden Sie zwar etwas weniger Betrug erleben, aber Sie werden immer noch eine erhebliche Menge an Bot Traffic und Fake Leads haben. Dies ist auf zwei Faktoren zurückzuführen:

 

  1. Wir haben schon viele ausgeklügelte Bots gesehen, die menschliches Verhalten bis ins kleinste Detail imitieren können. Dazu gehören die Zustimmung zu Cookie-Bannern, das Hinzufügen von Produkten zum Warenkorb und das Ausfüllen von Formularen.
  2. Ein Großteil des Anzeigenbetrugs stammt von Geräten, die echten Verbrauchern gehören. Dadurch verfügen sie über einen echten und bestehenden Browserverlauf, einschließlich echter Cookies und Geräte-IDs, so dass Bots in Remarketing-Listen und Attributionsmodellen erscheinen können.

 

Da Bots heutzutage so gut darin sind, sich als Menschen auszugeben, sind sie in allen Formen und Analysen von Werbekampagnen zu finden.

 

Lesen Sie unseren ausführlichen Leitfaden zu diesem Thema, wenn Sie mehr über die Auswirkungen von Invalid Traffic (IVT) auf Ihr Marketing erfahren möchten.

Mythos Nr. 5: Ich kaufe nur direkt bei erstklassigen / zertifizierten Publishern

Anzeigenbetrug ist nicht nur ein Problem bei programmatischen Einkäufen, sondern kann Ihnen auch über Premium-Marktplätze (PMP) passieren. Wir haben bereits direkte Einkäufe mit mehr als 90 % gefälschtem und minderwertigem Traffic gesehen.

 

Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Einige davon sind, dass Publisher oft – absichtlich oder unwissentlich – Bot Traffic über Drittanbieterdienste einkaufen oder einfach bereits eine erhebliche Menge an Fake Traffic organisch aufweisen. In anderen Fällen berichten Publisher einfach über einen langen Zeitraum hinweg falsche Zahlen und geben Milliarden von Anzeigen falsch wieder.

 

Darüber hinaus sollten Sie nicht einmal TAG-geprüften/zertifizierten Unternehmen vertrauen, wie der Fall um vdo.io deutlich zeigt. Die Betrüger gründen gefälschte Unternehmen, stellen falsche Mitarbeiter ein und durchlaufen den Validierungs-/Zertifizierungsprozess, indem sie vorgeben, legitim zu sein. Erst wenn der Prozess abgeschlossen ist, beginnt der Anzeigenbetrug.

Mythos Nr. 6: Google blockiert alle betrügerischen Aktivitäten automatisch

Viele Werbetreibende glauben, dass Google, Facebook und andere Werbenetzwerke betrügerische Aktivitäten automatisch durch eingebaute Mechanismen blockieren. Das stimmt zwar bis zu einem gewissen Grad, und die großen Technologieunternehmen haben verschiedene Möglichkeiten, Bots und gefälschte Klicks auf Anzeigen zu blockieren, aber das ist nur ein kleiner Teil aller betrügerischen Aktivitäten da draußen.

 

Diese Unternehmen müssen an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen: Identitätsdiebstahl, Kreditkartenbetrug, gefälschte Anzeigen, Klickbetrug usw. Für jeden Bot, dessen Verhaltensmuster zuverlässig erkannt werden kann, gibt es bereits 10 neue, die nur darauf warten, entwickelt und veröffentlicht zu werden.

 

Hinzu kommt, dass diese Anbieter oft an jedem Klick auf die über sie ausgelieferten Anzeigen mitverdienen, was bedeutet, dass sie kein großes Interesse daran haben, Fake Traffic vollständig zu verhindern.

 

Außerdem müssen Sie bei diesen Plattformen oft nachweisen, dass Ihre eigenen Kampagnen von Bots und falschen Klicks betroffen waren, um anschließend eine Erstattung zu erhalten. Das bedeutet, dass Sie vorerst Geld verlieren und hoffen müssen, dass Ihr Erstattungsantrag genehmigt wird und Sie das Geld anschließend zurückerhalten.

Mythos Nr. 7: Die meisten Bots können leicht identifiziert werden

Vor ein paar Jahren war es noch ziemlich einfach, den meisten Bot Traffic zu erkennen. Wenn Sie sich Ihre Analyticsdaten ansahen, konnten Sie schnell unnatürliche Muster erkennen wie:

 

  • 0 Sekunden Verweildauer auf der Website
  • 100% Absprungrate
  • Traffic aus Ländern außerhalb Ihrer Hauptmärkte, hauptsächlich aus Südostasien
  • Veraltete User-Agenten
  • Konstanter Traffic über den Tag verteilt
  • Traffic, der von der gleichen IP-Adresse kommt
  • Und vieles mehr

 

Heutzutage ist es nicht mehr so einfach, Bots in Ihren Analysen zu erkennen. Bots haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und kommen nicht mehr nur aus Datenzentren oder Klickfarmen.

 

Einerseits haben Bot-Entwickler das menschliche Verhalten studiert und Muster wie Mausbewegungen, Seitenscrollen und Zeitintervalle für verschiedene Aktionen programmiert, die der Bot während eines Seitenbesuchs einhält.

 

Andererseits werden immer mehr Bots im Hintergrund über bösartige Apps eingesetzt, die echte User-Aktionen aufzeichnen und so in Ihren Auswertungen über echte Geräte mit echtem Verlauf auftauchen. Ein besonders beliebtes Ziel sind Spiele-Apps für Kinder, die unsichtbare Werbung unter jedem Klick auf dem Bildschirm platzieren.

 

Diese Faktoren verbergen Bots heutzutage sehr gut, was eine manuelle Erkennung und Blockierung fast unmöglich macht.

Mythos Nr. 8: Software zur Erkennung von Anzeigenbetrug ist nicht für kleine Unternehmen geeignet und zu teuer

Sie zahlen bereits für Ihre Anzeigen, warum sollten Sie also auch noch für zusätzliche Software bezahlen, werden Sie sich fragen. Die Wahrheit ist, dass unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens Ihre Anzeigenkampagnen höchstwahrscheinlich von Anzeigenbetrug betroffen sind. Dazu gehören automatisierte Bots, unbeabsichtigte Klicks von echten Menschen, für die Sie trotzdem bezahlen müssen, und sogar Konkurrenten, die mehrmals am Tag manuell auf Ihre Anzeigen klicken, nur um Ihr Werbebudget auszuschöpfen.

 

Je mehr Werbebudget Sie haben, desto mehr wird davon für Anzeigenbetrug verschwendet. Eine Software zur Erkennung von Anzeigenbetrug, wie z. B. fraud0, bleibt dagegen konstant im Preis. Das bedeutet, dass sich der Kauf einer solchen Software innerhalb weniger Monate oder in manchen Fällen sogar Tage amortisiert, je nach Ihrem monatlichen Werbebudget.

 

Außerdem müssen Sie die manuelle Arbeitszeit berücksichtigen, die Sie einsparen, weil Sie nicht nach unnatürlichen Verhaltensmustern in Ihren Analysen suchen müssen, um dann manuell Ausschlusslisten zu erstellen. Eine Betrugserkennungssoftware erkennt betrügerische Aktivitäten viel schneller und besser und erledigt obendrein alles automatisch im Hintergrund.

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